bikeline Fahrradkarte Frosch-Radweg - Oberlausitzer Heide

bikeline Fahrradkarte Frosch-Radweg - Oberlausitzer Heide
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bikeline Radtourenbuch Maßstab 1:50.000 ISBN 3-85000-165-2 Im Nord-Osten Sachsens liegt... mehr
Produktinformationen "bikeline Fahrradkarte Frosch-Radweg - Oberlausitzer Heide"

bikeline Radtourenbuch

Maßstab 1:50.000 ISBN 3-85000-165-2
Im Nord-Osten Sachsens liegt eines der größten wirtschaftlich genutzten Teichgebiete Europas - die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Entstanden ist diese artenreiche Kulturlandschaft durch seit Jahrhunderten ausgeübte Teichwirtschaft. Hier werden Karpfen, Welse, Hechte, Zander, Schleien, Störe und Aale gezüchtet und im Herbst nach dem traditionellen Abfischen frisch zubereitet auf den Tisch gebracht. Neben der naturnahen Landschaft gilt es noch einiges anderes zu entdecken. Malerische Dörfer laden zu einer Rast ein und an den zahlreichen Badeseen können Sie zum Gequarke der unzähligen Unken, Kröten und Frösche die Seele baumeln lassen.

Der Frosch-Radweg ist ein 276 Kilometer langer Rundweg. Er führt durch die reizvolle Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, die im Nordosten des Landes Sachsens liegt. Hier ist die Heimat der Sorben, jener slawischen Minderheit, die als Nachfahren der Milzener bereits seit dem 4. Jahrhundert in der Lausitz leben. Ihre Sprache und Kultur ist bis heute lebendig und Sie begegnen ihr immer wieder und auf vielfältige Weise. Die Landschaft wird geprägt von den zahlreichen Teichgebieten, die im 13./14. Jahrhundert von adeligen Grundherren in sumpfigen Niederungen und Senken angelegt worden sind. Seither gehört die Teichwirtschaft zu den wichtigsten Erwerbszweigen in der Oberlausitz. Traditionell wird Karpfen gezüchtet, der zu 90% außerhalb der Oberlausitz verkauft wird. Höhepunkt der Saison ist das große Abfischen im Herbst. Dann kommt der Karpfen nach einem der vielen leckeren Fischrezepte frisch zubereitet auf den Tisch. Das Abfischen wird von den „Lausitzer Fischwochen“ begleitet, ein buntes Programm unterschiedlichster Veranstaltungen rund um das Thema „Fisch“.
Präzise Karten, verlässliche Wegebeschreibungen, zahlreiche Stadt- und Ortspläne, Hinweise auf das kulturelle und touristische Angebot der Region sowie ein umfangreiches Übernachtungsverzeichnis – in diesem Buch finden Sie alles, was Sie zu einer Radtour auf dem Frosch-Radweg benötigen - außer gutem Radlwetter, das können wir Ihnen nur wünschen.
Der Frosch-Radweg führt durch die reizvolle Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft – eine Landschaft, deren Charakter durch ausgedehnte Wälder und etwa 1.000 Teiche geprägt ist. Dieses Gebiet, im Nordosten Sachsens gelegen, ist das größte, wirtschaftlich genutzte Teichgebiet Europas. Hier wird eine Teichfläche von 5.200 Hektar bewirtschaftet, 90 % des gesamten Ertrages wird überregional, nur 10 % in der Oberlausitz verkauft.
In den Teichwirtschaften züchten die Teichwirte überwiegend Karpfen (80%). Der ursprünglich aus Asien stammende Fisch zeichnet sich durch hohe Widerstandskraft gegenüber häufigem Umsetzen und Schnellwüchsigkeit aus. Lediglich drei Sommer lebt ein Karpfen in fünf verschiedenen Aufzucht­teichen bevor er sein Vermarktungsgewicht von 1.200-1.500 g erreicht hat. Neben Karpfen werden auch andere Speisefische (20%) gezüchtet, wie Welse, Hechte, Zander, Schleien, Störe und Aale.
Die Geschichte der Oberlausitzer Teichwirtschaft beginnt im 13./14. Jahrhundert. Die sumpfigen und grundwassernahen Flussniederungen und Geländesenken der Lausitz (der Name ist abgeleitet vom sorbischen „Luza“ – Sumpfland, Pfütze, Tümpel) eignen sich nicht für eine ertragreiche Landwirtschaft, für die Teichwirtschaft sind sie jedoch ideal. Durch verschiedene Techniken gelingt es adeligen Grundherren Teiche anzulegen und die Fischzucht in der Region zu etablieren. Vom 15./16. Jahrhundert bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehört die Fischzucht zum Haupterwerbszweig in der Oberlausitz. Mit der Verbesserung der landwirtschaftlichen Anbaumethoden verliert die Fischzucht an Bedeutung, teilweise werden Teiche trocken gelegt und für die Landwirtschaft genutzt.
Die Teiche sind sogenannte Himmelsteiche, d.h. sie werden mit Regenwasser gespeist, das hohe Grundwasserniveau sorgt für eine ausreichende Stauwirkung auf den wasserdurchlässigen Sandböden. Die Teiche werden durch ein langes, eigens angelegtes Grabennetz be- und entwässert und erreichen wegen der geringen Tiefe und der großen Fläche eine Wassertemperatur von 25°C, eine Temperatur, die ideal für den wechselwarmen Karpfen ist.
Im Herbst, zwischen Ende September und Anfang November, findet das traditionelle Abfischen statt. Dann werden die Speisefische mit großen Netzen und unter hohem Kraftaufwand vieler Fischer aus den Abwachs­teichen „abgeerntet“. Gefeiert wird dieses aufregende Ereignis mit großen Abfischfesten, zu denen der fangfrische Fisch nach guten alten und kreativen neuen Rezepten lecker zubereitet und festlich serviert wird.
Begleitet wird die Zeit des Abfischens seit 2002 von den „Lausitzer Fischwochen“. Dahinter verbirgt sich ein buntes Programm mit zahlreichen Veranstaltungen rund um das „Entdecken, Genießen und Staunen rund um den Fisch“. An dieser Aktion sind Teichwirtschaften, Hotels und Restaurants, Museen sowie die Tourismusstellen der Kreise Kamenz, Bautzen, des Niederschlesischen Oberlausitzkreises, der Stadt Hoyerswerda sowie die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH beteiligt. Das Angebot reicht von Ausstellungen und traditionellen Fischerfesten über Kochkurse und Schlemmerabende bis hin zu Feriencamps für Kinder und Radtouren sowie geführten Teichwanderungen, Schaufischen und Nachtangeln. So erfahren Sie viel Interessantes über die Teichwirtschaft und können unter dem Motto „Rund um den Fisch“ in und mit der Natur selbst aktiv werden. Alle wichtigen Infos enthält der Flyer „Lausitzer Fischwochen“ (Adresse s. „Tourenplanung“ und Anzeige auf Seite 14). In diesem bikeline-Radtourenbuch sind alle Beteiligten der „Lausitzer Fischwochen“ mit dem Symbol gekennzeichnet.
Auf dem Frosch-Radweg gibt es noch viel mehr zu entdecken. Die renaturierten Flächen der Bergbaufolgelandschaft rund um die Bergbaustadt Hoyerswerda, die romantischen englischen Landschaftsparks in Kromlau und Bad Muskau, die alten Schlösser in Neschwitz und Hoyerswerda. Malerische Dörfer laden zu einer Rast ein und an den zahlreichen Badeseen können Sie zum Gequake der unzähligen Unken, Kröten und Frösche die Seele baumeln lassen.


Wegequalität & Verkehr Die Wegequalität ist gut bis sehr gut. Sie fahren hauptsächlich auf asphaltierten Oberflächen und wenig auf unbefestigten Feld- und Waldwegen. Alle Wege sind gut befahrbar, lediglich der Waldweg zwischen Neschwitz und Oppitz mit seinen herausragenden Wurzeln und dem teilweise tiefgründigen Sand erfordert vor allen Dingen für Fahrradgespanne, Radreisende mit schwerem Gepäck und für selbst fahrende Kinder und deren Eltern Geduld und Ausdauer. Der Ausbau ist leider erst für die Zukunft geplant, so bleibt die Fahrt durch den ruhigen Wald vorerst recht anstrengend.

Wegequalität & Verkehr

Der Frosch-Radweg verläuft hauptsächlich auf entlegenen, teilweise straßenbegleitenden Radwegen und Wirtschaftswegen sowie ruhigen Nebenstraßen. Selten fahren Sie auf stärker befahrenen Landstraßen.
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